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Sachsen-Paule – Wikipedia New

Werdegang. Herlofson ist gelernter Instandhaltungsmechaniker für Textilmaschinen und Bürokaufmann aus Leipzig und wurde unter dem Pseudonym Sachsen-Paule bekannt, nannte sich aus namensrechtlichen Gründen aber im späteren Verlauf seiner Karriere Sachsen-Heiko.Bis 1996 war er als Landwirtschaftsgehilfe auf dem Bauernhof seines Vaters beschäftigt.

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Sachsen-Paule (* 27

Oktober 1969 in Borna; eigentlich Heiko Herlofson), später auch Sachsen-Heiko, ist ein ehemaliger deutscher Pornodarsteller

Herlofson ist gelernter Instandhaltungsmechaniker für Textilmaschinen und Bürokaufmann aus Leipzig und war unter dem Pseudonym Sachsen-Paule bekannt, später in seiner Karriere nannte er sich jedoch aus rechtlichen Gründen Sachsen-Heiko

Bis 1996 arbeitete er als Knecht auf dem väterlichen Hof

Er wurde in einer nachmittäglichen Talkshow im Privatfernsehen „entdeckt“, wo er sich bis auf die Unterwäsche auszog und verkündete, er sei „der neue Pornostar“

Seine Mutter unterstützte ihn bei seinem Bestreben, Pornodarsteller zu werden, und kommentierte seine Qualitäten in dieser Show positiv

Dieser Auftritt machte eine Filmfirma aus dem Pornogeschäft auf ihn aufmerksam

Das Fernsehen begleitete seine Arbeit von Anfang an

Am 6

Juni 2001 war er zu Gast bei TV total

Seinen hohen Wiedererkennungswert verdankt er dem Fehlen vieler für Pornodarsteller typischer Merkmale: Herlofson ist eher mager und fällt zudem mit seinem starken sächsischen Dialekt auf

Herlofson war vom 25

März bis 23

August 2004 auch regelmäßig im Fernsehen zu sehen, als er in Staffel 5 151 Tage im Big Brother Haus lebte

Zusammen mit Sibylle Rauch stand er für mehrere komödiantisch-erotische Werbespots vor der Kamera. [1 ]

2001 – Sachsen Paule 1: Der Ladykiller aus dem Osten

2001 – Sachsen Paule 2: Der Ossi Rammler

2001 – Sachsen Paule 3: Tote Hosen im Osten?

2001 – Sachsen Paule 4: Der Ossi-Picasso

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Max Reinhardt – Wikipedia Update

Max Reinhardt (ursprünglich Maximilian Goldmann; geboren am 9.September 1873 in Baden (Niederösterreich); gestorben am 31. Oktober 1943 in New York) war ein österreichischer Theater-und Filmregisseur, Intendant, Theaterproduzent und Theatergründer. Er hat mit seiner Jedermann-Inszenierung am 22.August 1920 die Salzburger Festspiele begründet.

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Dieser Artikel behandelt den Theatermacher

Für den Mineralogen siehe Max Reinhard

Für andere Personen siehe Max Reinhart

Max Reinhardt auf einer Postkarte, Fotografie von Nicola Perscheid, 1911

Max Reinhardt (eigentlich Maximilian Goldmann; geboren am 9

September 1873 in Baden (Niederösterreich); gestorben am 31

Oktober 1943 in New York) war ein österreichischer Theater- und Filmregisseur, Intendant , Theaterproduzent und Theatergründer

Mit seiner Jedermann-Inszenierung begründete er am 22

August 1920 die Salzburger Festspiele

Reinhardt schätzte das „illusorische, sinnliche Theaterfest, das nichts mit dem Alltag, geschweige denn mit der Politik zu tun haben sollte.“[1] Durch den dramaturgisch motivierten Einsatz des Revolving Bühne, plastische Dekorationen, das Arbeiten mit festen Seitentürmen und Treppen als Aufführungsmöglichkeiten, das Rundbild mit seiner Tiefendimension, die indirekte Beleuchtung, die Aufführung auf in den Zuschauerraum hineinragenden Podien und auf der Arenabühne, die Massenregie oder das Konzept der Das Kammerspiel gab Reinhardt vielfältige Anregungen zur Erneuerung der Theaterkunst.[2] Herkunft und Jugend [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Der fünfjährige Max Goldmann (links) neben seinen Geschwistern Jenny und Edmund, Wien, 1878

Seine Eltern waren der jüdische Kleinkaufmann Wilhelm Goldmann (1846–1911) aus Stampfen bei Pressburg und seine Frau Rosa, geb

Wengraf (1851– 1924), aus Brünn

Wilhelm Goldmanns erstes Unternehmen war während der Gründerkrise gerade in Konkurs gegangen, als Max am 9

September 1873 in Baden bei Wien geboren wurde, wo die Familie den Sommer verbrachte

Max war das älteste von acht Kindern; er hatte vier Brüder und drei Schwestern.[3] Nach dem Besuch des Gymnasiums, das er Anfang 1888 im Alter von 15 Jahren verlassen musste, und des Volksgymnasiums absolvierte der als „stiller, sehr schüchterner Junge“[4] bekannte Schulabgänger zunächst eine Lehre bei der Hersteller Heinrich Teltscher für anderthalb Jahre

Sowohl in Teltschers Weberei als auch in einer anschließenden einjährigen Banklehre sollte sich Max Goldmann nach dem Wunsch seiner Eltern kaufmännisches Denken aneignen.[5] Ausbildung zum Schauspieler und erste Engagements in Wien [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Fürstliches Sulkowsky-Privattheater in Matzleinsdorf (Wien), Schauplatz von Reinhardts ersten Auftritten

Erst dann stimmten seine Eltern zu, dass er Schauspielunterricht nehmen könne, unter anderem bei den Burgtheater-Statisten Rudolf Perak

Max Goldmann debütierte im April 1890 an einem Wiener Privattheater, dem „Fürstlichen Sulkowsky-Privattheater“ in Matzleinsdorf

Er trat auch auf Vorstadtbühnen auf und „erlebte sich in Possen, Possen, Volksstücken.“[6] Nach seinen ersten Auftritten[7] nahm er Privatunterricht bei dem ehemaligen königlich-sächsischen Hofschauspieler und Konservatoriumsprofessor Emil Bürde

Damals nahm er den Künstlernamen Reinhardt an

Vorbild war wohl die Person Reinhardts in Theodor Storms Novelle Immensee

1904 wurde auch der Name seiner Frau und seiner Kinder in Reinhardt geändert.[8] Mit 18 Jahren erhielt Max Reinhardt sein erstes Festengagement an einem Wiener Vorstadttheater, dem Volkstheater Rudolfsheim

Dort spielte er im Januar 1893 an der Seite des wenige Monate jüngeren Karl Kraus den Spiegelberg in Schillers Die Räuber

Kraus entwickelte eine jahrzehntelange Rivalität gegen ihn

“Karl Kraus wurde Reinhardts innerster Feind und sollte sein Werk in den nächsten drei Jahrzehnten mit scharfer Kritik begleiten.”[9]

Außerhalb Wiens trat Reinhardt erstmals zwischen Mai und September 1893 im Rahmen eines Sommerengagements auf der Sommerarena in Pressburg auf, unter anderem in dem allegorischen Zauberspiel Fee Million von Karl Elmar und Karl Kleiber.[10] Schauspieler in Salzburg [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Stadttheater Salzburg

Im Oktober 1893 nahm er ein Engagement am neu eröffneten Stadttheater Salzburg an

Dort spielte er in einer Spielzeit an 175 Tagen 52 verschiedene Rollen

„Verwandte sprangen mit einem Zuschuss ein, damit der junge Schauspieler ein Engagement am Salzburger Landestheater antreten konnte – mit der damals erforderlichen Grundgarderobe.“[11] Die Salzburger Presse lobte sein schauspielerisches Talent

Schauspieler am Deutschen Theater in Berlin [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Bereits der designierte Intendant des Deutschen Theaters in Berlin Otto Brahm, ein Vertreter der Moderne und des Naturalismus, hatte Reinhardt in Rudolfsheim entdeckt

In Salzburg bot er ihm nun ein Engagement in seinem Haus an

Am 1

September 1894 wechselte Max Reinhardt an das „künstlerisch bedeutendste und kulturell und politisch fortschrittlichste Theater der Hauptstadt“[12]

Die Rollen, die er dort übernahm, füllten ihn jedoch zunächst nicht vollständig aus

Bald stellten sich Eindrücke der Stagnation ein, wie Reinhardt im Herbst 1895 feststellte: „Ich komme in meinem Beruf nicht voran unbewusst, bei meiner Arbeit stehen zu bleiben und nicht voranzukommen

[…] Und was soll ich mit dem brennenden Gestaltungswillen machen, der bei jeder Gelegenheit aufflammt? Sie auf andere Bereiche lenken?“ [13] Max Reinhardt, Tagebucheintrag, Oktober 1895

Erste eigene Ensembles Die Weber, Juli 1900 in Budapest Max Reinhardt in, Juli 1900 in Budapest Max Reinhardt, Budapest Juli 1900

Ab Sommer 1895 Zusammen mit Schauspielkollegen des Deutschen Theaters in Berlin, wie Josef Kainz, Friedrich Kayssler, Richard Vallentin und Eduard von Winterstein, wirkte Max Reinhardt mehrere Jahre unter eigenem Namen bei Sommergastspielen in Prag und anderen Städten mit erinnerte sich an diese Zeit im Kreise Gleichgesinnter als „ein paar Wochen purer Freude.“[14] 1897 lernte Max Reinhardt Else Heims kennen, eine Offizierstochter, deren gesellschaftliche Stellung ihm den Einstieg in die Mitte erleichtern sollte Klasse Leben und öffnen die Türen zu besseren Berliner Kreisen.[15] Außerdem hatte er mit der Sängerin Auguste Kornfeld eine uneheliche Tochter, Jenny Kornfeld (1899–1972).Um 1898 gründete Max Reinhardt mit jungen Kollegen die Kabarettgruppe Die Brille aus dem Deut sches Theater wie Martin Zickel, der bei kleinen Anlässen Satiren und Parodien aufführte

Im Juli 1900 reiste er mit Mitgliedern der Secessionsbühne, einem jungen Ensemble, das Zickel ebenfalls gegründet hatte, nach Budapest und Wien

Er wurde erstmals am 13

und 14

Juli 1900 als Regisseur für Ibsens Komödie der Liebe erwähnt.[16][17] Wahrscheinlich führte er auf dieser Tournee auch bei anderen Produktionen Regie.[18] Er glänzte in Charakterrollen, vor allem in alten Herren, die ihm seit seiner Jugend lagen, „damit ich meine Schüchternheit hinter einem langen weißen Bart verstecken konnte.“[19][20]

Am Deutschen Theater gab ihm der Regisseur Otto Brahm zunehmend Hauptrollen wie Mephisto und Michael Kramer, aber „Reinhardt hat die ganz großen Rollen nicht besetzt.“[21]

Kleines Theater in Berlin [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Martin Zickel, Friedrich Kayssler und Max Reinhardt, Sound and Smoke, 1901

Siehe auch: Kleines Theater Unter den Linden

Ab Herbst 1900 tritt Reinhardt im Kabarett „Schall und Rauch“ mit Schauspielkollegen wie Martin Zickel und Friedrich Kayßler auf und präsentiert satirische Szenen und Parodien als willkommene Abwechslung zum „strengen Korsett des Naturalismus“.[22] 1901 sie konnten ihr eigenes Theater Rent Unter den Linden eröffnen

Ab Herbst 1902 spielten sie dort vor allem Stücke zeitgenössischer Autoren wie Hofmannsthal, Schnitzler und Wedekind, Ibsen und Strindberg, Gorki und Wilde.

Am 1

Januar 1903 übernahm Max Reinhardt nach seinem Ausscheiden aus dem Deutschen Theater die Leitung des Kleinen Theaters

Der größte Erfolg kam kurz darauf mit Maxim Gorkis Night Asylum

Dies wurde dann mehr als 500 Mal durchgeführt

Alfred Kerr betonte in seiner Kritik: „Dieses Haus, geleitet von Max Reinhardt, ist heute der edelste Ort für die Förderung dramatischer Dinge – inmitten so vieler Betriebe.“[23]“ Während eines Gastspiels in Wien damit Produktion Im Frühjahr 1903 brachte der Schriftsteller Hermann Bahr Max Reinhardt mit Hugo von Hofmannsthal zusammen: „Es war der Beginn einer langen und intensiven schöpferischen Zusammenarbeit.“[24] Die Reinhardt-Inszenierungen in Berlin [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Reinhardt-Bühnen.Von 1902 bis 1933 arbeitete Max Reinhardt als Regisseur an verschiedenen eigenen Bühnen und gründete selbst Theater, hauptsächlich in Berlin.Dort baute er mit den Reinhardt-Bühnen nach dem sensationellen Erfolg vonGorkis ein regelrechtes Theaterimperium auf Nachtasyl übernahm er das bankrotte Neue Theater am Schiffbauerdamm, ein neobarockes Haus für 890 Zuschauer, als zweite Spielstätte Reinhardt holte seinen jüngeren Bruder Edmund (1875–1929)[25] „als Geschäftsführer an seine Seite, a akribischer Buchhalter mit der Sensibilität eines Künstlers

Das war der erste Grundstein der Theatergesellschaft Reinhardt.“[26] Als Eröffnungspremiere zeigte Reinhardt Maurice Maeterlincks Pelleas und Melisande (1903) mit Lucie Höflich und Louise Dumont

Der Abend war außerordentlich erfolgreich

„Reinhardt hat Theater gemacht gegen die pathetischen Klassiker des Königlichen Schauspielhauses, aber auch gegen den milieugetreuen Naturalismus des Deutschen Theaters unter Brahm

[…] Damit war der Zauber eines ganz anderen, sinnlichen Theaters vorbereitet.“[27] Durch kraftvolle Inszenierungen und ein gezieltes Zusammenspiel von Bühnenbild, Sprache, Musik und Tanz eröffnete Reinhardt dem deutschsprachigen Theater eine neue Dimension.[28] Alfred Kerr gestand im Januar 1904: „Reinhardt gebührt ernsthafter Dank, und zwar in intellektueller Hinsicht: weil er den künstlerischen Idealismus über den Kaufmannismus stellte.“[29] Für die Herbstsaison 1904 wollte Reinhardt eine Drehbühne im Theater installieren am Schiffbauerdamm, trotz zahlreicher Hindernisse, wie sie Karl Lautenschläger für Possart im Münchner Residenztheater geschaffen hat, sowie einem Kuppelhorizont mit installierter Beleuchtung

Bei einem Angestellten klagt er: „Im düsteren Dunkel aller alten Bühnenhäuser lebt der konservativste und faulste Haufen, der schlimmste Orthodoxe

Wenn ich auf all diese Ochsen gehört hätte, wären wir nicht da, wo wir heute sind […] die gottverdammten Soffites müssen ein für alle Mal verschwinden.“ [30] Max Reinhardt an Berthold Held, 21

Juli 1904

Die Inszenierung von Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum im Neuen Theater am Schiffbauerdamm im Januar 1905 stellte einen Wendepunkt in der Theatergeschichte dar: „Ein Publikum, das vorher nur gesehen hatte bemalte Kulissen und Girlanden erlebten plötzlich einen Plastikwald mit knorrigen Stämmen, einen Wald als Labyrinth der Liebe, ein Moosteppich bedeckte den Bühnenboden, Elfen sahen aus wie Blumen in ihren wogenden Schleiern, und Glasscheiben im Hintergrund spiegelten sich wie ein See […] Und kleine Glühbirnen hüpften auf Bindfäden, kleine Glühwürmchen im Dunkel der Nacht

[…] Junge Leute wurden von jungen Leuten gespielt, das alles war damals eine Sensation.“[31] Erstmals feierte das Berliner Publikum den Regisseur als prägende Kraft des Theaters, Deutsches Theater, Außenansicht, Magnus-Haus, Berlin

Im August 1905 verkaufte Reinhardt das Kleine Theater an Victor Barnowsky

Im Herbst 1905 zogen Reinhardt und Else Heims im Alter von nur 32 Jahren in das mit Säulen geschmückte Palais Wesendonck im Berliner Tiergarten

Nachdem Adolph L’Arronge Brahms’ Vertrag nicht verlängert hatte, pachtete Reinhardt, der erfolgreiche Regisseur von Ein Sommernachtstraum, das Deutsche Theater, seine ehemalige Wirkungsstätte als Schauspieler; 1906 kaufte er es zusammen mit den angrenzenden Häusern und Grundstücken für 2.475.000 Mark

In kurzer Zeit wurde das Deutsche Theater modernisiert, aller Plüsch entfernt, eine Drehbühne, ein Rundbild und eine Beleuchtungsanlage installiert und hinter dem Theater eine Produktionsstätte für Bühnenbau eingerichtet.[32] Auf dem Nachbargrundstück, auf dem zuvor der Tanzsaal „Embergs Salon“ betrieben worden war, ließ Reinhardt mit Hilfe finanzieller Unterstützer von Wilhelm Müller die Kammerspiele einrichten, was zunächst nicht den erhofften Erfolg brachte

Zu Reinhardts Regieleistungen der folgenden Jahre zählen sein Shakespeare-Zyklus (1913/1914, 1916), die „Modernisierung der deutschen Klassik“, seine Molière-Inszenierungen und damit die Wiederentdeckung des komödiantischen Theaters für die deutsche Bühne: mit kunstvollen Commedia dell’arte Improvisationen , Balletteinlagen, Musik und pastorale Idyllen, dazu die Pflege zeitgenössischer Autoren: Hofmannsthal, Wedekind, Sternheim und Strindberg.“[33] Im Mai 1909 verlieh Carl Eduard, Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Reinhardt den Titel Reinhardt heiratete am 22

Juli 1910 in Maidenhead die Schauspielerin Else Heims (1878–1958), mit der er zwei Söhne hatte, Wolfgang Reinhardt und Gottfried Reinhardt

Beide Söhne wurden Filmproduzenten in Hollywood

Nach seinem Pachtvertrag mit dem Palais Wesendonck wurde nicht erneuert, Reinhardt bewohnte von 1911 bis 1921 die Räume im Obergeschoss des Palais Magnus-Hauses in Berlin, die ihm der preußische Staat zur Nutzung überlassen hatte Gastspiele [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

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“Herr Professor Max Reinhardt auf dem Blumenweg” (Karikatur)

In: Der Sturm, 5

Mai 1910

Im September 1910 erprobte Reinhardt seine erste große Inszenierung („Arenaspiele“ mit Messregie) bei den Sommerfestspielen in München mit König Ödipus von Sophokles in Hofmannsthals Adaption im großen Festsaal am Theresienhöhe.[ 34] Am 1

Dezember 1911 leitete er im Berliner Zirkus Schumann die Uraufführung von Hugo von Hofmannsthals Jedermann, ebenfalls eine Großproduktion, und die Uraufführung von Richard Strauss’ Rosenkavalier, für die er von Ernst von engagiert wurde Schuch an der Semperoper in Dresden

Ebenfalls 1911, am 23

Dezember, inszenierte Reinhardt Karl Gustav Vollmoellers Pantomime Das Wunder in der Londoner Olympia Hall mit fast fünftausend Plätzen

„Alles war darauf ausgelegt, überwältigend zu sein

Nach Angaben von Heinrich Braulich kostete die Produktion des Londoner ‚Wunders‘ […] fast anderthalb Millionen Mark.“[35] Mit den genannten Produktionen erregte Reinhardt international große Aufmerksamkeit und seine internationale Bekanntheit besonders deutlich in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika Vollmoellers Wunderinszenierung, eine Einladung des Bankiers Otto Hermann Kahn in die Vereinigten Staaten lehnte er ab Mit der Inszenierung des Rosenkavaliers wurde Reinhardt auch ein früher Wegbereiter des modernen Musiktheaters, indem er Theatralik forderte Auftritt von Sängern Schloss Leopoldskron, Salzburg Schloss Leopoldskron, Bibliothek

Im September 1915 übernahm Reinhardt die Leitung der Volksbühne Berlin (bis 1918)

Während des Ersten Weltkriegs bereiste Reinhardt mit seinen Truppen auf Bitten der deutschen Regierung neutrale Länder

1916 präsentierte er Inszenierungen wie Totentanz, Faust und Ein Sommernachtstraum samt transportabler Drehbühne, Dekorationen, Requisiten und Kostümen in Städten wie Christiania und Stockholm, gastierte in den Niederlanden und 1917 in der Schweiz, Dänemark und wieder in Schweden.[36] Im April 1918 erwarb er Schloss Leopoldskron, ein Salzburger Schloss aus dem 18

Jahrhundert mit großen Sälen, einem repräsentativen Treppenhaus, 40 Zimmern, „kaum Möbeln, aber wertvollen Stuckdecken, wertvollen alten Barocköfen, Gemälden“[37] und eine große Parkanlage, die er in baufälligem Zustand von seinem Vorbesitzer, dem Salzburger Regierungsrat Karl Wolf, übernahm

Reinhardt ließ das Schloss umbauen und renovierte das Treppenhaus, den Großen Saal und den Marmorsaal

Nach dem Vorbild der Stiftsbibliothek St

Gallen ließ er von Alfred Breslauer und Ernst Schütte eine prachtvolle Bibliothek bauen

Im Schlosspark wurde ein kleines Gartentheater errichtet

Reinhardt ließ in seinem Schloss Theateraufführungen zeigen, wobei das Publikum von Raum zu Raum ging

Schloss Leopoldskron wurde zu einem wichtigen Treffpunkt für Schriftsteller, Regisseure, Komponisten und Schauspieler

Im Mai 1918 begann Reinhardt seinen Traum vom Großraumtheater zu verwirklichen, indem er den Schumannzirkus, eine ehemalige Berliner Markthalle, durch den Berliner Architekten und Bühnenbildner Hans Poelzig in ein Theater umbauen ließ und das große Theater umbauen ließ

Das vermeintliche „Theater der Fünftausend“, das in Wirklichkeit nur 3.200 Plätze hatte, eröffnete am 29 Intellektuellen gegen die Launen des ‘Zirkusartisten'”[38] vorbei, die Presse reagierte überwiegend negativ

Gründung der Salzburger Festspiele und Rücktritt von der Geschäftsführung in Berlin [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Hugo von Hofmannsthal

Jedermann, Reinhardts Eröffnungsinszenierung der Salzburger Festspiele (Wiederaufnahme, um 1926) , Reinhardts Eröffnungsinszenierung der Salzburger Festspiele (Wiederaufnahme, um 1926)

Nachdem es Reinhardt in der unmittelbaren Nachkriegszeit immer schwerer fiel, seine Vormachtstellung an den Berliner Theatern zu behaupten, begann Leopold Jessner, der neue Intendant des Staatlichen Schauspielhauses in Berlin, auf dem Gendarmenmarkt, den Unruhen und dem Umsturz seine ersten Erfolge zu feiern Klima beeinträchtigte, drängte das Theaterpublikum zunehmend auf Mitsprache und Reinhardts monumentales Projekt des Großen Schauspielhauses konnte die in es gesetzten Erwartungen nicht erfüllen,[39] Reinhardt entschloss sich, die Leitung seines Berliner Theaters abzugeben und sich davon zu lösen Berlin

Im Oktober 1920 gab er am Deutschen Theater seinen Abschied von Berlin bekannt

Die Leitung seines Theaters übertrug er seinem engen Kollegen Felix Hollaender

Reinhardt zog nach Salzburg

Lange suchte er nach einem geeigneten Ort für das Sommerfest, das er zunächst als „Friedenswerk nach dem Großbrand des Ersten Weltkriegs“ in Zürich, Luzern oder Sils Maria ins Auge fasste.[40] Nach dem Erwerb von Schloss Leopoldskron sollte Salzburg dieser Festspielort werden, und zusammen mit dem Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal und anderen schuf er die Salzburger Festspiele

Als Eröffnungsinszenierung dachte Reinhardt zunächst an Hugo von Hofmannsthals Das große Salzburger Welttheater, das auf dem Mysterienstück Das große Welttheater von Pedro Calderón de la Barca basieren sollte, aber nicht rechtzeitig zur Verfügung stand

Reinhardt hatte auch den österreichischen Dichter Max Mell gebeten, ein Marienspiel aus dem 15

Jahrhundert zu adaptieren.[41]

Tatsächlich wurden die Festspiele dann am 22

August 1920 „trotz aller Hindernisse, Intrigen, Bürgerproteste“[42] und der nach dem Weltkrieg bestehenden Ernährungsschwierigkeiten mit Hofmannsthals Mysterienspiel Jedermann aufgeführt

Das Spiel des reichen Mannes, der stirbt, wurde eröffnet

Am Veranstaltungsort auf dem Domplatz konnten die Kirchenglocken und die Domorgel einbezogen werden

In Hauptrollen traten unter anderem Alexander Moissi (Jedermann), Johanna Terwin (Paramour), Heinrich George (Mammon) und Werner Krauß (Devil) auf

In den Folgejahren verliefen weitere Gespräche über die Finanzierung des Festivals schleppend – nicht zuletzt aufgrund von Vorbehalten der österreichischen Kulturszene gegenüber dem „Berliner Effektenmann“[43] Reinhardt

Aus strategischen Gründen bat Hofmannsthal Vorstandsmitglied Richard Strauss, den Posten des Präsidenten der Festspielhausgemeinschaft zu übernehmen, nicht Reinhardt

Besonderes Aufsehen erregten die Festspiele 1923, als Molières Der eingebildete Kranke vor einem kleinen Kreis von rund 60 handverlesenen Gästen im Schloss Leopoldskron aufgeführt werden musste, weil die Salzburger Festspielhausgemeinde sich nicht in der Lage sah, in diesem Sommer Festspiele (wie auch im darauffolgenden Sommer)

zu verhindern.[44]

Theaterregisseur zwischen zwei Welten [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Theater in der Josefstadt, Wien

Festspielhaus Salzburg (heutiges Haus für Mozart, rechts)

Nach langwierigen Verhandlungen in Wien gelang es Reinhardt 1923, vom Magistrat der Stadt die Konzession zur Leitung des traditionsreichen Josefstädter Theaters zu erhalten

Eine von Industriellen und Bankiers gegründete “Wiener Schauspielhaus AG” erwarb das Theater

Reinhardt ließ das Theater nach dem Vorbild des venezianischen Opernhauses Teatro La Fenice umfassend sanieren.[45] Seit der Eröffnung des Hauses am 1

April 1924 mit Goldonis „Der Diener zweier Herren“ gehörten zum Ensemble die Thimigs“ mit Wilhelm Dieterle und Otto Preminger, zwei die später in Hollywood Filmgeschichte schreiben sollten, sowie Berliner Bühnenstars wie z Alexander Moissi und Paul Hartmann.“[46] Zwei Jahre später übergab er die Leitung des Theaters

Reinhardts erstes großes amerikanisches Gastspiel war Anfang 1924 mit „Das Wunder“ am Century Theatre in New York (298 Vorstellungen)

Fast ein Jahr lang lief das Stück am Broadway, “dann zog es fast vier Jahre lang von Küste zu Küste, mit einer 500-köpfigen Truppe, 3.018 Requisiten, von Domglocken bis zum Bischofsstab.”[47] Als seine Berliner Bühnen zunehmend litten Aus Besuchermangel unter seinen Nachfolgern und in wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser war Reinhardt dann wieder stärker in Berlin präsent (z 24), ohne jüngere, politisch engagiertere Kollegen wie Leopold Jessner und Erwin, um Piscator zu verwandeln

Im November 1924 eröffnete Reinhardt die von Theaterarchitekt Oskar Kaufmann geschaffene Komödie am Kurfürstendamm als kleines Boulevardtheater

Reinhardt, der nun im Gartenhaus des Berliner Schloss Bellevue lebte, teilte seine Arbeit zunehmend zwischen seinen österreichischen und Berliner Bühnen (Volksbühne, Großes Schauspielhaus, Deutsches Theater, Kammerspiele, Komödie am Kurfürstendamm) auf und wertete seine Inszenierungen mehrfach aus.

In Salzburg verfügte Reinhardt ab 1925 über ein Festspielhaus, die ehemalige fürsterzbischöfliche Winterreitschule, die nach Plänen des Salzburger Landeskurators Eduard Hütter umgebaut worden war

Als Eröffnungspremieren wurden Hofmannsthals Großes Welttheater und Vollmoellers Das Mirakel gezeigt

Ab 1926 kam die Felsenreitschule am Fuße des Mönchebergs als weitere Spielstätte hinzu, wo Reinhardt Goldonis „Der Diener zweier Herren“ inszenierte

Während der internationale Ruf der Salzburger Festspiele weiter wuchs, zog sich Reinhardt immer mehr in Salzburg zurück

Es beunruhigte ihn, dass der Jedermann immer mehr zum touristischen Spektakel wurde

„Die Musik, das Opernprogramm wurde bei den Salzburger Festspielen weiter ausgebaut, die besten Sänger und Dirigenten zog es in die Stadt, und die Wiener Philharmoniker wurden zur Hauptattraktion

Reinhardt fühlte sich zunehmend in den Hintergrund gedrängt

Was blieb von dem ursprünglich gemeinsam mit Hofmannsthal erarbeiteten Konzept – der Wiedergewinnung alter Stücke in ihrer historisch-szenischen Umsetzung?“[48] Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Festspiele wurde Reinhardt umfassend mit dem Großen Ehrenzeichen geehrt der Republik, die Aufstellung einer Bronzebüste Reinhardts im Festspielhaus und die Benennung des Platzes vor dem Gebäude nach Max Reinhardt

Im August 1931 eröffnete Reinhardt das seit Jahren geplante Gartentheater in Leopoldskron mit Shakespeares What You Want vor 250 Gästen aus aller Welt, nur um sich endgültig von Freilichtaufführungen auf Leopoldskron abzuwenden im Angesicht eines heftigen Gewitters nach Aufführungsbeginn Kammerspiele des Deutschen Theaters, Berlin, 1930

Im Winter 1927/28 hatte Reinhardt mit seinen Berliner und Wiener Theatern ein Gastspiel in New York gegeben, wo er acht gezeigt hatte seine wichtigsten Produktionen für drei Monate; der Bankier Otto H

Kahn Haus hatte die Künstler anlässlich der Premiere in seinem Anwesen im Central Park gefeiert

Reinhardt Kahn wollte ein New Yorker Festspielhaus am Broadway finanzieren und hatte den in Wien geborenen Architekten Joseph Urban mit der Planung betraut; es kam jedoch nicht zum Tragen.[49] Im Februar 1928 hielt Reinhardt seine einflussreiche „Rede über Schauspieler“ an der Columbia University in New York

Im Oktober 1928 wurde das Berliner Theater, das von den Reinhardt-Bühnen übernommen worden war, wiedereröffnet

Nach dem Tod seines Bruders Edmund, der zuvor die Geschäfte der Reinhardt-Gruppe geleitet hatte, (wie auch Hugo von Hofmannsthal) im Juli 1929 fiel die Geschäftsführung plötzlich an Max Reinhardt selbst – insbesondere unter den äußerst schwierigen Bedingungen der Welt Wirtschaftskrise, die kurz darauf begann

Ab 1929 gingen die Einnahmen stetig zurück

Im September 1931 klagte Reinhardt bei seinem ebenfalls von ihm unterstützten Bruder Siegfried, dass das „Deutsche Theater und die anderen Theater nichts nützen, sondern mit Defiziten und Schulden schließen, dass es immer noch relativ billiger sei, Berlin ganz zu schließen Theater und Kammerspiele, weil sie dann wenigstens nicht so viel Geld kosten, das sind Tatsachen, die er [also H

Edmund Reinhardt] nicht vorhersehen konnte.“[50] Bald musste er den Betrieb der Kammerspiele einstellen, Schuld der Gesellschaft Erst 1932 gab Reinhardt die Leitung seiner Berliner Theatergruppe endgültig auf: „Im Februar 1932 gab Max Reinhardt die Komödie und das Theater am Kurfürstendamm auf, im April trat er als Intendant des Deutschen Theaters zurück und verpachtete seine Berliner Theater seit fünf Jahren”[51] an Rudolf Beer und Karl Heinz Martin

Im selben Jahr leitete er für die Deutsche Reichs-Rundfunk-Gesellschaft eine Hörspielproduktion von Heinrich von Kleists Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg

Die Flucht aus Deutschland [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten soll Reinhardt Deutschland am Abend des Reichstagsbrandes im Schlafwagen verlassen haben.[52] Die NS-Machthaber wollten Reinhardt zunächst durch die Verleihung eines „Ehrenariers“[53] halten, gingen aber gleichzeitig gegen ihn vor, indem das Berliner Finanzamt nachträglich eine Karussellsteuer auf seine Berliner Theater erheben ließ

Trotzdem inszenierte Reinhardt am 31

Mai 1933 auf ausdrücklichen Wunsch Mussolinis eine Inszenierung von Ein Sommernachtstraum in den Boboli-Gärten in Florenz

Nach seiner Flucht aus Deutschland schrieb er an die Hitler-Regierung: „Die Entscheidung, mich endgültig vom Deutschen Theater zu lösen, fällt mir natürlich nicht leicht

Mit diesem Besitz verliere ich nicht nur die Früchte von 37 Jahren Tätigkeit, sondern auch den Boden, den ich ein Leben lang aufgebaut und an dem ich selbst gewachsen bin

Ich verliere mein Zuhause.“ [54] Max Reinhardt an die nationalsozialistische Regierung Deutschlands, 16

Juni 1933

Trotz offensiver Versuche der NS-Propaganda, sie zu stören, lieferte Reinhardt 1933, kurz vor seinem 60

Geburtstag, bei den Salzburger Festspielen eine international beachtete Faust-Inszenierung mit Paula Wessely als Gretchen, Ewald Balser als Faust, Max Pallenberg als Mephisto, der junge Herbert von Karajan als Dirigent der Bühnenmusik und die von Clemens Holzmeister gestaltete Faust-Stadt als monumentales Bühnenbild – ein Abbild des mittelalterlichen Salzburg

Reinhardt beharrte unbeirrt auf der Absicht: „Goethe’s Deutschland aufs Schönste in die Welt zu tragen“.[55] Im Oktober 1935 ehrte MGM Reinhardt mit einem „Testimonial Dinner“ im Waldorf Astoria

Unterschrift auf einem Brief an eine Schauspielerin (1935)

Die Bedrohungslage in Salzburg nahm bald zu

Im Mai 1934 detonierte in der Nähe des Festspielhauses eine Bombe; im Juni 1934 „beschädigten Kanonenwerfer das Tor und die Eingangshalle von Schloss Leopoldskron“;[56] das Schloss erhielt militärischen Schutz

Reinhardt bereitete eine zweite Produktion im faschistischen Italien (Kaufmann von Venedig, Campo di San Trovaso, 18

Juli 1934) in unmittelbarer Nähe des ersten persönlichen Treffens zwischen Mussolini und Hitler in Venedig vor

Als kurz darauf die österreichisch-italienische Grenze im Zuge des Juliputsches und der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers durch Nazi-Putschisten vorübergehend geschlossen wurde, saß Reinhardt in Venedig fest, als hätte Eleonora große Summen von Mendelssohn geliehen und als Hypothek auf sie eintragen lassen seinen Besitz in Salzburg[57] hatte er sich seit 1930 zunehmend internationalen Aufgaben zugewandt

„Da sind die großen Gastspiele, viele davon Open-Air-Aufführungen (wie in Florenz, Oxford, Venedig); dann die großen Musiktheateraufführungen von „Fledermaus“ (in Kopenhagen, Paris, Mailand, San Remo) und „Die Schöne Helena“ (in London und Manchester) bis „Orpheus in der Unterwelt“ (in Riga und Stockholm) – all diese Produktionen liegen zwischen 1930 und 1934.“[58] 1935 drohte Reinhardt, der „ständig über seine Verhältnisse lebte“[59] und keine eigene Bühne mehr hatte, mit einer erneuten Beschlagnahme und der Zwangsvollstreckung seines Salzburger Schlosses

Dies konnte nur durch den Verkauf seiner Anteile am Theater in der Josefstadt in Wien abgewendet werden

Angesichts der Nähe Berchtensgadens als „Hauptquartier des Dritten Reiches“ fühlte sich Reinhardt auf Schloss Leopoldskron ohnehin nicht mehr „wohl und sicher“.[60]

In den Vereinigten Staaten zeigte er 1934 erfolgreich Shakespeares Ein Sommernachtstraum mit Mickey Rooney und Olivia de Havilland in der Hollywood Bowl – Reinhardt ließ dort rund 100 Bäume pflanzen und führte einen Fackelzug mit 1200 Fackeln von den Hügeln hinunter ins „Märchen“ durch Forest’ – , das War Memorial Opera House in San Francisco und das Greek Theatre an der University of California, Berkeley

Warner Brothers engagierte ihn daraufhin für „den betreffenden Film und zwei weitere Großprojekte

Starthonorar: 150.000 Dollar.“[61] Als Co-Regisseur wurde Reinhardt sein ehemaliger Wiener Ensemblekollege William Dieterle zugeteilt

Am 8

Oktober 1935 Am Vorabend der Premiere des Hollywood-Films fand zu Reinhardts Ehren im großen Ballsaal des Waldorf Astoria in New York ein „Testimonial Dinner“ statt, bei dem der Regisseur bereits seine Absicht bekundete, künftig amerikanischer Staatsbürger werden zu wollen Der verschwenderische Shakespeare-Film hat seine “immensen Produktionskosten nicht wieder hereingeholt, eine Katastrophe in Hollywood

Fortan stand der Name Reinhardt für: Kassengift.“[62]

Maria Stuart, 1934 Helene Thimig als Elisabeth in Friedrich Schillers, 1934

Im Juni 1935 konnte Reinhardt die Scheidung in Reno vollziehen und heiratete die Schauspielerin Helene Thimig (1889–1974) aus einer berühmten Wiener Schauspielerdynastie als seine zweite Ehefrau

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Er hatte sie bereits 1913 kennengelernt

Im Oktober 1917 konnte er sie als Schauspielerin vom Königlichen Schauspielhaus in Berlin abwerben.[63] Ihr Vater Hugo Thimig war Schauspieler und zeitweise Intendant des Wiener Burgtheaters

Auch ihre Brüder Hermann Thimig und Hans Thimig waren Zeit ihres Lebens als Schauspieler und Regisseure tätig

Da sich seine erste Frau Else Heims jahrelang gegen eine Scheidung gewehrt hatte, war das Leben von Max Reinhardt und Helene Thimig „von Anfang an von der Geheimhaltung bestimmt

Auch auf Schloss Leopoldskron wurde sie nie Wirtin, […] sie blieb immer im Hintergrund, spielte immer Gast unter Gästen.“[64] Schauspielerisch hingegen hatte sie ab Ende der 1920er Jahre begonnen sich von Max zu lösen Reinhardt zu emanzipieren, nachdem sie gegen seinen Willen durchgesetzt hatte, dass sie unter fremder Regie (Richard Beer-Hofmann) am Theater in der Josefstadt mit großem Erfolg die Iphigenie spielen konnte Im Frühjahr und Sommer 1931 Reinhardt und Thimig hatte sich monatelang eigens in Riga aufgehalten, um eine rechtskräftige Scheidung zwischen Reinhardt und seiner Frau Else Heims auch gegen ihren Willen unter Anwendung des liberalen lettischen Scheidungsrechts beim Bezirksgericht Riga zu erwirken, ohne damals zu wissen, dass die lettische Scheidung dies nicht war in einigen Ländern anerkannt; Heims hatte die Scheidung angefochten

In seiner letzten Spielzeit bei den Salzburger Festspielen gelang es der Regierung und der Salzburger Festspielgemeinde, Reinhardt dazu zu bringen, Mephistopheles als „vertriebenen Opportunisten“ zu behandeln st und Antisemit“[65] Werner Krauss besetzen musste; Reinhardt behauptete, nicht die Nationalsozialisten hätten den Schauspieler Krauss in den 1910er Jahren entdeckt, sondern er selbst

Reinhardt machte sich diesbezüglich keine Illusionen mehr

Er schrieb einem Freund, dass Gustaf Gründgens, den er ebenfalls entdeckt hatte, nun in Berlin besäße

„auch meine Wohnung [d.h

H

das Gartenhaus von Schloss Bellevue], meine Wandmalereien und Einrichtungsgegenstände, die mir einfach wortlos weggenommen wurden

[…] Soll ich überhaupt von Hauptmann oder Richard Strauss sprechen?“ [66] Undatierter Brief von Max Reinhardt an Eleonora von Mendelssohn [August 1937]

Reinhardts letzte Inszenierung in Österreich war die Uraufführung von Franz Werfels In einer Nacht (Theater in der Josefstadt, Wien, 5

Oktober 1937)

Auswanderung in die Vereinigten Staaten [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

The Eternal Road feierte Premiere im Manhattan Opera House, wo 1937 Franz Werfels/Kurt Weills uraufgeführt wurden

Albert, Jack, Harry und Sam Warner, Gründer von Warner Bros

Entertainment, die Reinhardt 1937 für zwei Filmprojekte unter Vertrag nahmen Reinhardt reiste für einen längeren Aufenthalt über Paris in die Vereinigten Staaten; Seine Frau folgte ihm drei Wochen später

Am 7

Januar 1937 brachte Reinhardt auf Anregung des ehemaligen Journalisten und Zionisten Meyer Wolf Weisgal im Manhattan Opera House die außerordentlich aufwändige Bibelrevue The Eternal Road nach einem Oratorium von Franz Werfel zur Uraufführung, für die mehr als 1700 Kostüme entstanden , 59 Hauptdarsteller, 35 Tänzer und 14 Chorsänger wurden eingesetzt

Die erfolgreiche Produktion endete nach 153 Vorstellungen, „das Defizit wuchs auf 500.000 Dollar

Weisgal war pleite

Und Reinhardt hatte nun auch in Amerika seinen Ruf: als Verschwender.“[67] Dieser Ruf prägte Reinhardts weitere Jahre in den Vereinigten Staaten

Unmittelbar nach seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten als Emigrant im Oktober 1937 arbeitete Reinhardt zunächst in Hollywood

Zwei lange in Vorbereitung befindliche größere Filmprojekte für Warner in Hollywood scheiterten jedoch an einer Rezession der US-Wirtschaft und einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld für die Filmindustrie

Aus der Presse erfuhr er, dass im April 1938 sein Salzburger Anwesen Schloss Leopoldskron, das er in 18 Jahren umfassend renoviert und umgestaltet hatte, entschädigungslos enteignet wurde

Später schrieb er in diesem Zusammenhang an eine Nichte: „Der Erlös meines Lebenswerks wurde gestohlen, als das Dritte Reich begann.“[68] Im Frühjahr 1939 ließ ein Pächter des Schlosses ausgewählte Teile des Leopoldskroner-Bestands Reinhardt übereignen in Hollywood

Reinhardt schätzte sie an der Westküste der USA sehr und versuchte, sich an die amerikanische Lebensweise anzupassen, konnte aber aufgrund seiner begrenzten Englischkenntnisse und seines Selbstbewusstseins im sozialen Bereich seine Stärken bei der Anbahnung von Neuem kaum zur Geltung bringen Projekte, wie er später gegenüber seinem Sohn Gottfried gestand: „Ich habe nicht das Talent, in Hollywood ‚die Leute kennenzulernen‘.“[69] Am 26

Juni 1938 gründete Reinhardt in Hollywood eine weitere Theater- und Filmakademie, die „ Max Reinhardt: Workshop of Stage, Screen and Radio”, die zum Gebäude der Rundfunkanstalt CBS am Sunset Boulevard gehörte.[70] Marlene Dietrich und Thornton Wilder unterstützten die Schule zeitweise, aber es gelang ihr nicht, die Aufmerksamkeit von Hollywood-Produzenten und -Agenten auf sich zu ziehen

Während einer Aufführung des Workshops stellte Schauspieler Fritz Kortner staunend fest, dass die für die Filmmogule vorgesehenen Sitzplätze regelmäßig ungenutzt blieben: „Diese Filmgiganten hatten einmal den Ozean überquert, um eine Reinhardt-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen zu sehen, und sich danach gesehnt, Reinhardts Gäste auf Schloß Leopoldskron zu sein

[…] Wir sahen die immer noch fesselnde Aufführung seiner Theaterschule

Sie blieb unbeantwortet.“[71] Im August 1938 inszenierte Reinhardt im Rahmen des Kalifornischen Festes einen weiteren Faust bei der Pilgerfahrt im Freien Theater in den Hollywood Hills, das dann auch in San Francisco gezeigt wurde.In Briefen vom November 1938, in denen Reinhardt von der „schmerzlichen und doch unvermeidlichen Freude“ am Zeitungslesen berichtet, sind Andeutungen von Verzweiflung angesichts weltgeschichtlicher Entwicklungen zu finden deutlich erkennbar

„Es wäre vielleicht leichter zu ertragen, wenn das alles die verfluchte Tat eines bösen Genies wäre

Aber es ist ein verrückter Verrückter, der mit gezogenem Messer herumrennt und schreit

[…] Ich glaube, dass alles, alles einen Zweck hat

Aber ich bekomme es nicht heraus, so sehr ich auch kämpfe.” [72] Brief von Max Reinhardt an Helene Thimig, November 1938

Neuer Wohnort: Pacific Palisades, das in den 1930er Jahren kaum ausgebaut wurde

Die Uraufführung von Thornton Wilders The Merchant of Yonkers nach Johann Nestroy im Guild Theatre in New York im Dezember 1938 unter der Regie von Reinhardt war ein Misserfolg

Eine große Tournee seiner Schauspielschule endete 1939/1940 in San Francisco aufgrund einer Geldveruntreuung des Tourmanagers vorzeitig

Als Reinhardts Verträge mit Warner ausliefen, musste er sein großes Haus am Maravilla Drive in Hollywood verkaufen und in das damals unterentwickelte Pacific Palisades ziehen

Seine Misserfolge in Hollywood kommentierte er später gegenüber Francesco von Mendelssohn ironisch: „Dort erkannten mich die Warner und andere Ungläubige als zu tollpatschig für den Tanz um das goldene Kalb.“[73] Im November 1940 wurde Reinhardt Staatsbürger der Vereinigten Staaten

1941 zog die Max-Reinhardt-Werkstatt in die Räumlichkeiten einer Laienschauspielschule für Angehörige der Bundeswehr und konnte fortan ein eigenes kleines Theater nutzen

Die zeitraubende praktische Arbeit des Unterrichtens und Inszenierens in der Werkstatt überließ Reinhardt jedoch zunehmend seiner Frau, die sich inzwischen intensiv die englische Sprache angeeignet hatte

Angesichts seiner desolaten finanziellen Situation und zunehmender Abhängigkeit von der materiellen Unterstützung seiner Söhne zog Reinhardt nach New York

Seine Intention war es, dort wieder ein Ensemble bilden und ein künstlerisches Theater leiten zu können

Unmittelbar nach seiner Abreise musste seine Frau Arbeitslosengeld beim „Arbeitsamt“ beantragen; Eine Grundlage für entsprechende Zahlungen gab es in den USA erst vor wenigen Jahren – seit dem „Social Security Act“ von 1935

Die doppelte Haushaltsführung – Reinhardt wohnte nun im Gladstone Hotel in Manhattan – führte zu weiteren finanziellen Belastungen

Helene Thimig sieht ihre gemeinsamen Aussichten nicht sehr optimistisch: Max Reinhardt musste feststellen, dass er „nur ein Name war, dem der Ruf vorauseilte, ein ‚Regisseur teurer und unzeitgemäßer Großaufführungen‘ zu sein“[74]

Im Herbst 1942 bat Dirigent Erich Wolfgang Korngold Reinhardt kurzfristig um Unterstützung für eine Fledermaus-Produktion, die Reinhardts glückloser ehemaliger Assistent Felix Weissberger für die „Neue Operngesellschaft“ übernommen hatte

„Die Premiere mit dem Titel ‚Rosalinda‘ am 28

Oktober 1942 im 44th Street Theatre war tatsächlich ein Erfolg, und das Stück lief noch einige Monate nach Reinhardts Tod in verschiedenen Theatern.“[75] Reinhardt starb am 28

März 1943 in der Nähe Weggefährte Rudolf Kommer in New York

Am 4

Mai 1943 zeigte Reinhardt Irwin Shaws modernes, aber anachronistisches Antikriegsstück Sons and Soldiers im Morosco Theatre mit Stella Adler und Gregory Peck – ein Misserfolg

Reinhardts Verhandlungen mit den Broadway-Finanziers, die in Reinhardts Wahrnehmung viel zu sehr auf die geschäftliche Seite des Theaters ausgerichtet waren, waren unglücklich.

Reinhardts Mausoleum auf dem Westchester Hills Cemetery (2006)

Reinhardt widersetzte sich den Bitten seiner Frau, nach Los Angeles zurückzukehren

Im Zusammenhang mit den Bemühungen der österreichischen Exilorganisation „Freie Österreichische Bewegung“ zur Restitution des von den Nationalsozialisten in Österreich geraubten Vermögens unterzeichnete Reinhardt im Sommer 1943 einen Aufruf an prominente österreichische Emigranten, sich einem geplanten „Österreichischen Bataillon“ anzuschließen die Befreiung Nazideutschlands

Bei einer von seinem Sohn Gottfried organisierten Feier zum 70

Geburtstag in Manhattan, die der Zelebrant selbst im Vorfeld als „Trauerfeier“[76] befürchtet hatte, wurde Reinhardt seelisch angegriffen und wollte eine Laudatio des Festredners Carl Zuckmayer schroff unterbinden.

Am 24

September 1943 erlitt Reinhardt in einer Telefonzelle auf Fire Island bei einem Handgemenge zwischen seinem Scottish Terrier und einem größeren Rüden mehrere Hundebisse und bekam in der Folge aufgrund eines Schlaganfalls Sprachstörungen

Am 31

Oktober 1943 starb Max Reinhardt wenige Wochen nach seinem 70

Geburtstag in seinem New Yorker Hotel

Reinhardt ist auf dem jüdischen Friedhof Westchester Hills, Hastings-on-Hudson, Westchester County, New York – etwa 35 Kilometer nördlich der Stadt New York – begraben, wo auch George Gershwin und später Lee Strasberg begraben sind

Die Familie betrachtete die Beerdigung im Bundesstaat New York nur als „Übergangslösung“[77] bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Die Hinterbliebenen beließen ihn jedoch später an dieser Grabstätte und ließen Reinhardts Sarg 1956 in die Krypta unterhalb eines kleinen Mausoleums auf dem Friedhof versetzen, da Reinhardt zu Lebzeiten seine Entschlossenheit gezeigt hatte, „nie wieder einen Fuß nach Deutschland oder Österreich zu setzen“

[78] Wichtige Wirkungsstätten [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Max Reinhardt in Berlin, 1930

Max Reinhardt war 1901 Mitbegründer des Kabaretts Schall und Rauch in Berlin

Daraus entwickelte sich 1902 das Kleine Theater Unter den Linden, das er von 1903 bis 1905 leitete

Er leitete auch das Neue Theater (Theater am Schiffbauerdamm)

Im Oktober 1905 übernahm Max Reinhardt das Deutsche Theater in der Schumannstraße als führendes Traditionsensemble des deutschen Sprechtheaters

„Das sinnlose Literaturtheater von Otto Brahms hatte keinen Erfolg mehr

Der Verfechter der naturalistischen Stileinheit, der auch Reinhardt als Stilbrecher in eine Randposition rückt, wird vom Vermieter und Eigentümer Adolph L’Arronge ins Lessingtheater gedrängt […]”[79] Noch im selben Monat eröffnet die Schauspielschule des Deutschen Theaters, jungen Menschen beizubringen, “das Handwerk zu lehren, das auf goldenem Grund steht” und gleichzeitig “Ideale zu verbreiten, deren Grund nicht immer auf goldenem Grund steht”.[80] Reinhardt gründete die Kammerspiele im Nebengebäude von Deutsches Theater.

Großes Schauspielhaus, Innenausbau, um 1919

Das Große Schauspielhaus in Berlin wurde 1919 nach Plänen von Hans Poelzig[81] aus dem ehemaligen Zirkus Renz, später Schumann (nach dem Krieg umbenannt in Friedrichstadt-Palast) errichtet ) Als Dank für die Hilfe und Unterstützung seines Freundes Karl Gustav Vollmoeller wurde zur Eröffnung dessen Adaption von Aischylos’ Orestie unter der Regie von Reinhardt aufgeführt.[82] Reinhardt leitete das Große Schauspielhaus bis 1920

Hier war es vor allem das er entwickelt den neuen Stil der Massenproduktion mit großen Statistenchören und aufwändiger Bühnenmaschinerie

Mit dieser Form des Showtheaters wurde er international bekannt

Auch das Große Schauspielhaus wurde wegen Routineinszenierungen als „Zirkus Reinhardt“ verspottet

1924 gründete er die Komödie am Kurfürstendamm und engagierte Bertolt Brecht und Carl Zuckmayer als Dramaturgen für das Deutsche Theater, das er bis 1930 leitete

1920 gründete er in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal, dem Komponisten Richard Strauss den Bühnenbildner Alfred Roller und der Intendant der Wiener Hofoper Franz Schalk die Salzburger Festspiele

Die Uraufführung, Hofmannsthals Jedermann, fand am 22

August 1920 auf dem Domplatz statt

Reinhardt inszenierte das Drama 18 Jahre lang bei den Salzburger Festspielen

1937 inszenierte er zum letzten Mal Goethes Faust, für den Clemens Holzmeister in der Felsenreitschule die berühmte Fauststadt für ihn baute

Nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 verbrannte Siegfried Jacobsohn die Max-Reinhardt-Monographie, bei deren Verbrennung er rief: „Möge das Feuer auch die Schande und Schande verzehren, die dieses Ungeziefer unserer deutschen Stadt zugefügt hat

Frei und deutsch sei Mozartstadt!“[83] Theater in der Josefstadt

Vom 1

April 1924[84] bis 1933 – und damit teilweise zeitgleich mit dem Deutschen Theater – leitete Reinhardt das Theater in der Josefstadt in Wien, das er über seine Theatergruppe erwarb und umbauen ließ

Von 1923 bis 1924 wurde das aus dem frühen 19

Jahrhundert stammende Theater in der Josefstadt nach dem Vorbild Reinhardts im Stil des Teatro La Fenice in Venedig renoviert

Das brillante Ensemble unter der Leitung von Reinhardt erlangte schnell internationale Berühmtheit, und vielen der Schauspieler gelang es, eine Filmkarriere aufzubauen

Das Ensemble umfasste Hans Albers, Albert Bassermann, Else Bassermann, Herbert Berghof, Theodor Danegger, Lili Darvas, Vilma Degischer, Ernst Deutsch, Wilhelm Dieterle, Tilla Durieux, Lucie Englisch, OW Fischer, Egon Friedell, Rudolf Forster, Adrienne Gessner, Käthe Gold , Marte Harell, Paul Hartmann, Maria Holst, Oskar Homolka, Attila Hörbiger, Gusti Huber, Hans Jaray, Oskar Karlweis, Fritz Kortner, Hilde Krahl, Fred Liebewehr, Peter Lorre, Christl Mardayn, Alexander Moissi, Hans Moser, Erich Nikowitz, Hans Olden, Max Paulsen, Otto Preminger, Luise Rainer, Hortense Raky, Richard Romanowsky, Annie Rosar, Marianne Schönauer, Oskar Sima, Camilla Spira, Hans Thimig, Johanna Terwin-Moissi, Helene Thimig, Hermann Thimig, Hugo Thimig, Jane Tilden, Gustav Waldau, Gisela Werbezirk, Paula Wessely, Lina Woiwode

Werner Krauß gehörte 1924 zu den Mitbegründern des Josefstadt-Ensembles, trat aber nie an diesem Theater auf

Am 1

April 1924 wurde Carlo Goldonis Diener Zweier Herren zur Wiedereröffnung unter der Regie von Reinhardt aufgeführt

Am 9

April folgte die nächste Reinhardt-Inszenierung: Kabale und Liebe von Friedrich Schiller (Bühnenbild und Kostüme von Alfred Roller)

Am 16

April schließlich wurde Reinhardts Neuinszenierung von Hugo von Hofmannsthals Der Difficult (Bühnenbild Oskar Strnad) gezeigt

Schlosstheater Schönbrunn, ehemaliger Sitz des „Max-Reinhardt-Seminars“

Auf Anregung Reinhardts wurde 1929 das „Max-Reinhardt-Seminar“ in Wien gegründet

Zu den Akteuren des Theaters gehörten auch Künstler, die nach 1933 in Deutschland nicht mehr auftreten durften oder wollten und wie Reinhardt selbst nach Wien übersiedelten

Nach dem Ende seiner Amtszeit inszenierte er unter seinem Nachfolger Otto Preminger, der von 1933 bis 1935 im Amt war: Ab 1935 bereitete sich Reinhardt auf die Emigration in die Vereinigten Staaten vor

Als Ernst Lothar Regisseur war (1935–1938), führte Reinhardt noch einmal Regie: In Eine Nacht von Franz Werfel (5

Oktober 1937)

Dies war Reinhardts letzte Arbeit in Europa

CBS Building, Los Angeles, ehemaliger Sitz der Max Reinhardt Werkstatt

Mit amerikanischem Theater hatte Reinhardt seit seinen ersten Gastspielen in den Vereinigten Staaten einen schweren Stand, denn „der Amerikaner“ liebt „sensationelle Theaterstücke oder sentimental kitschige Liebesromane“ besonders

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Er möchte

„Vergiss die Lasten des Tages und öffne entweder Mund und Nase, lache oder weine

Er braucht das Leben, weil er noch ein Kind ist oder zumindest außerhalb des ‚Geschäfts‘ sein will

Und er stellt sich das ‚Leben‘ entweder sensationell oder versüßt vor , zumindest immer so, dass er es nicht erlebt.” [85] Max Reinhardt: Deutsches und Amerikanisches Theater

Ein Gespräch [1928]

So sehr Reinhardt von den langen Laufzeiten einzelner US-Produktionen fasziniert war, als Vertreter eines „kultivierten“ europäischen Theatergeschmacks, eines Schauspiel- und Ensembletheaters mit lernfähigem Stoff, blieb ihm das US-Theater fremd.

1937 eröffnete er in Hollywood den Max Reinhardt Workshop for Stage, Screen and Radio, eine Art Theater- und Filmakademie, doch verzögerte sich der Unterrichtsbeginn bis Juni 1938, weil ein geeignetes Schulgebäude zeitweise nicht gefunden werden konnte.[ 86] Seine Frau Helene Thimig arbeitete außerdem als Dozentin und Leiterin des Max Reinhardt Workshops am Sunset Boulevard in Hollywood

Nachdem sich Reinhardt 1941 von der aktiven Teilnahme an der Werkstatt zurückzog[87], zog Reinhardt nach New York

Stets war er bestrebt, seinen Wirkungskreis ganz nach New York zu verlagern, von dem er sich am ehesten eine „Kontinuität seines bisherigen Lebenswerkes“ erhoffte

„Sein angestrebtes Ziel war es, die kommerziellen Mechanismen der Produktion zu durchbrechen und dem aus seiner Sicht illegitimen Treuhandtheater eine weitgehend von künstlerischen Belangen bestimmte Stehbühne mit einem festen Ensemble und einem anspruchsvollen Repertoire zu bieten, das auf längere Sicht angelegt ist

…].”[ 88]

Der größte Teil des Nachlasses wird in einer Sondersammlung an der University of Binghamton (New York) aufbewahrt.[89] In Salzburg bestand einige Jahre lang ein Max-Reinhardt-Forschungszentrum

Dies ist heute Teil des Archivs der Salzburger Festspiele, mit Kopien vieler Dokumente aus Binghamton.[90] Weitere Teile des Nachlasses verwahrt das Wiener Theatermuseum.[91] Theater- und filmgeschichtliche Bedeutung [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Ausschreibung für den neuen Studiengang an der Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin ab September 1906

Reinhardts künstlerischer Werdegang war geprägt von seinen ersten schauspielerischen Erfahrungen als Schauspieler in Schwanken, Possen und Volksstücken am Wiener Vorstadttheater, am Sommertheater in Pressburg , damals ungarisch, und am Salzburger Landestheater, wo er auf der Bühne „stehen, gehen, sitzen“[92] und sprechen gelernt hatte

Das meiste aber lernte er als junger Zuschauer „im Burgtheater, im Burgtheater, das damals eine Art Universität für den jungen Schauspieler war“,[93] wie sich Reinhardt Jahrzehnte später im Gespräch mit dem jungen Reinhardt erinnerte sein späterer Dramaturg Arthur Kahane verschrieb sich bereits 1902 dem festlichen und opulenten Theater:

„Was mir vorschwebt, ist ein Theater, das den Menschen wieder Freude bereitet

Das führt Sie aus dem grauen Elend des Alltags in eine fröhliche und reine Schönheit

Ich spüre, wie die Menschen es satt haben, im Theater immer wieder ihr eigenes Elend zu finden, und sich nach helleren Farben und einem gehobeneren Leben sehnen.“ [94] Max Reinhardt, 1902 (zitiert aus dem Gedächtnis von Arthur Kahane)

Im Zentrum von Reinhardts Theater standen die Schauspielkunst und die Persönlichkeit des Schauspielers, von der die gesamte Theaterkunst ausgehen sollte, wie er 1924 betonte: „Heute und für alle Zeiten muss der Mensch sein Im Mittelpunkt aller Schauspielkunst steht der Mensch als Schauspieler.Wo der Schauspieler auch Dramatiker ist, hat er die Kraft, eine Welt nach seinem Ebenbild zu erschaffen und das Drama zu seiner höchsten Form zu heben – wie Shakespeare und Molière.Wer auch immer mit Theater zu tun hat, sollte Schauspieler sein, ob er Schauspielkunst betreibt oder nicht, ist die zweitrangige Frage.“ [95] Max Reinhardt: Zur Bedeutung des Schauspielers, 1924

Reinhardts Ideal stellte also ein Theater dar, das nicht den Regisseur brauchte, um zwischen Autor und Schauspieler zu vermitteln verstehen ihr Handwerk nicht wirklich.

An die Schüler, die Schauspiel- und Regieunterricht an seinen verschiedenen Schauspielschulen nahmen („Schauspielschule Berlin“ ab 1905, „Max Reinhardt Seminar“ in Wien ab 1929 und „Max Reinhardt Workshop for Stage, Screen and Radio“ in Hollywood ab 1938)

er appellierte als Schauspieler, das Natürliche und Menschliche in sich zu suchen und mit Leidenschaft zu gestalten, wie er in einem Kurs im Frühjahr 1929 im Schlosstheater Schönbrunn betonte: „Sei wahr! Hör auf, Komödien zu spielen

Fang lieber nicht an.“ überhaupt

Weder im Leben noch auf der Bühne

Die stärkste Kraft des Komikers ist die Wahrheit, die letzte, die innerste, brennende Wahrheit

[…] Lerne dich selbst kennen

Erwische dich gnadenlos bei jeder Lüge

Werde wesentlich

Es ist nicht die Welt der Erscheinungen, in die Sie heute eintreten, es ist die Welt des Seins.“ [96] Max Reinhardt an die Schauspielstudenten des Max-Reinhardt-Seminars, 1929

Anlässlich seines 25-jährigen Bühnenjubiläums brachte Reinhardt Intendant der Deutschen Bühnen in seiner eindringlichen „Rede an die Schauspieler“ 1930 erneut seine Überzeugung zum Ausdruck herausragende Rolle der Schauspieler im Theater: “Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters

Es ist der selige Aufenthaltsort derer, die heimlich ihre Kindheit eingesteckt haben und damit geflohen sind, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen

Gleichzeitig aber Die Schauspielkunst ist die Befreiung vom konventionellen Schauspiel des Lebens, denn: Die Aufgabe des Schauspielers ist nicht die Verkleidung, sondern die Offenbarung Kostüm, Farbe, Licht, Musik und Geräusche waren in Reinhardts Regiekonzept von zentraler Bedeutung für seine Inszenierungen, die er suchte „neue Räume und szenische Möglichkeiten, nutzte kleine Kammertheater und große Arenen, Plätze, Gärten und Kirchen; dafür ließ er Bühnentechnik wie Drehbühne, Rundbild oder die Beleuchtung weiterentwickeln d und gab ihnen eine dramaturgische Funktion”.[98] Die Statik des alten wilhelminischen Theaters wurde aufgehoben

Reinhardt „verbot auch die sogenannte Fußrampe, einen grellen Lichtstrahl, der Kulissen und Schauspieler von unten bestrahlte und so Stuhl- und Tischbeine sowie die Schauspieler bis zu den Hüften in hellstes Licht tauchte

Reinhardt sorgte als erster für eine direkte Beleuchtung durch die Tür- und Fensteröffnung […].“[99] Nach Angaben seines Sohnes Gottfried organisierte Max Reinhardt in den 1920er Jahren die Bühnen seiner Theatergruppe nach ähnlichen wirtschaftlichen Grundsätzen zu denen großer Filmstudios: “Es gab ein festes Jahresprogramm, ein fest engagiertes Ensemble, eigene Werkstätten, Gesellschafter, diverse Vertriebs- und Produktionsstätten

Dazu kam ein enorm vielfältiges Programm, das von Massenshows bis zu Zwei-Personen-Stücken reichte , von der Hochkultur bis zur leichten Unterhaltung

Stoffe wurden nicht nur angenommen und realisiert, sondern auch unter Aufsicht für die eigenen Häuser und für den Export hergestellt.“[100]

Auch Reinhardts theatralische Ästhetik provozierte früh Kritik

Reinhardt trat als „theatralischer Exponent des Wilhelminismus auf

Vor allem Alfred Kerr lehnte seine eklektischen, sinnlichen Inszenierungen ab

Dennoch: Es war Reinhardt, der dem Regietheater zum endgültigen Durchbruch verhalf, nicht zuletzt, weil er seine Arbeit als Regisseur akribisch ernst nahm, wie die überlieferten Regiebücher belegen.“[101]

Max Reinhardt wird 1930 im eigenen Garten gedreht Max Reinhardt unterschreibt 1930 in Berlin einen Filmvertrag mit dem US-amerikanischen Filmproduzenten Curtis Melnitz

Obwohl der Film in Reinhardts Oeuvre im Vergleich zu der Fülle der Theaterproduktionen nur eine “Randstellung”[102] einnahm, interessierte sich Max Reinhardt weit mehr für das Medium Film als die meisten Theaterschaffenden seiner Zeit

Er hat seine eigenen Filme als Regisseur und gelegentlich als Produzent gedreht

Seine erste Regie für den Film war Sumurûn (1910)

Anschließend gründete er in Wien eine eigene Filmgesellschaft und sollte bei der Literaturverfilmung Das Mirakel (1912) Regie führen

Nach Kontroversen um die Wunderinszenierung, die 1912 in der Wiener Rotunde lief, zog sich Reinhardt aus dem Projekt zurück

Der Autor des Stücks und Reinhardts Freund und Vertrauter Karl Gustav Vollmoeller fand in Absprache mit dem Berliner Produzenten Joseph Menchen den französischen Regisseur Michel Carré, der den Film nach seinem Drehbuch fertigstellte

Beide Fälle waren Verfilmungen für das Theater

1913 schloss Reinhardt einen Vertrag mit Paul Davidsons Berliner Projektionsgesellschaft „Union“ (PAGU)

Für ein Honorar von 200.000 Reichsmark (1.136.897 Euro) realisierte er die in Italien produzierten Stummfilme „Die Insel der Seligen“ und „Eine venezianische Nacht“, ein Werk seines Freundes Karl Gustav Vollmoeller

In beiden Filmen hat Max Reinhardt seinem Kameramann Karl Freund einiges abverlangt, da er auch um Sonderaufnahmen bat, etwa die der Lagune im Mondschein und die Animation von Mimik gelegt“[103]

Der durch seinen erotischen Schauspielstil auffallende Film spielt teils in der Antike, in der Meeresgötter, Nymphen und Faunen auftauchten und die Schauspieler nackt auftraten, teils in der Gegenwart, angepasst an strenge Bräuche

Die meist aus Berlin stammenden Schauspieler mussten, wie so oft in den damaligen Stummfilmen, Doppelrollen verkörpern: eine in der Vergangenheit und eine in der Gegenwart

Wilhelm Diegelmann und Willy Prager spielten die bürgerlichen Väter ebenso wie die Meeresgötter, und Ernst Matray spielte einen Junggesellen und einen Faun

Leopoldine Konstantin spielte Circe

Allerdings sollen große Teile des Films der Filmzensur zum Opfer gefallen sein

Neben Nacktszenen waren dies auch „die ersten von Meisterhand gedrehten Sexszenen“[104], die im Zensurbericht wie folgt beschrieben wurden:

„Im zweiten Akt ‚People in Sight‘ müssen die Szenen mit den nackten Najaden bis zu dem Moment entfernt werden, in dem sie sich umdrehen und ins Wasser springen

Außerdem mit Ausnahme der Szene, in der der Faun von Amors Pfeil gestochen wird und macht krampfhafte Zuckungen, wo er das Mädchen fühlt und wegträgt, die Szenen, wo das Mädchen am Boden liegt und vom Faun gestreichelt wird, wo sie der Meeresgott ist, muss dem Faun entrissen werden, damit der Szene beginnt erst wieder, als der Jüngling das Mädchen rettet.Im III.Akt ab der Szene Philister auf der Insel der Seligen, wo Circe mit den beiden Alten auf der Bank sitzt, muss ab dem Moment, als ihr Diener bringt, alles entfernt werden der Zaubertrank

Außerdem muss die Liebesszene zwischen Circe und den beiden Junggesellen weggelassen werden

Der Film darf nur gezeigt werden, wenn alle hier aufgeführten Szenen weggelassen werden.“[105] Tatsächlich wurde er aber nicht geschnitten wie vorgeschrieben

Eine Sommernachtstraum-Adaption (Warner Broth ers, 1935) William Dieterle, Co-Regisseur der Adaption (Warner Brothers, 1935)

Schauspieler des Deutschen Theaters spielten auch in Eine Venezianische Nacht von Karl Gustav Vollmoeller (1914)

Maria Carmi spielte die Braut, Alfred Abel den jungen Fremden, und Reinhardt übertrug diesmal Ernst Matray die Rollen von Anselmus und Pipistrello

Die Dreharbeiten, die am Bahnhof von Venedig begannen, fielen besonders auf, weil die anwesenden Venezianer von einem Fanatiker gegen die deutschsprachigen Filmemacher aufgehetzt wurden, die sich daraufhin auf den Filmapparat stürzten und die Aufnahmen blockierten

Als die Polizei eintraf, wurden jedoch nicht die Störenfriede festgenommen, sondern die Filmemacher

Erst nach Intervention eines deutschen Konsuls konnte die Schießerei im Beisein der Polizei fortgesetzt und beendet werden

1935 drehte Reinhardt seinen einzigen Film in den USA, Ein Sommernachtstraum, zusammen mit William Dieterle (Filmmusik von Erich Wolfgang Korngold)

Felix Mendelssohn Bartholdy)

Der Warner-Brothers-Film, „dominiert von einer Hollywood-Ästhetik“, der „gegenüber der Inszenierung kitschig wirkt“,[106] wurde mit großem Aufwand und All-Star-Besetzung produziert, hatte aber wenig Erfolg an den Kinokassen

Reinhardt entdeckte in dieser Zeit auch Olivia de Havilland, die ihr Debüt im Film gab

Aber auch seine Theaterarbeit wurde stark vom Film inspiriert

Da er das Stilisierungskonzept seines Theaters zu sehr auf den Film übertrug und die eigenen Ausdrucksmittel des Films nicht kreativ zu nutzen wusste, wurden seine Filme von Kritik und Publikum nur kühl aufgenommen

Im Gegensatz zu vielen anderen Bühnenregisseuren, die die „Cinetoppe“ für niedrige Unterhaltung schufen, ermutigte Max Reinhardt seine Schauspieler, für den Film zu arbeiten

Am 2

Oktober 1905 gründete er die Schauspielschule in Berlin, der er wenig Zeit widmete, und am 13

November 1928 das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, das alle zwei Jahre den „Max-Reinhardt-Preis“ als „Ensemble-Preis“ vergibt

und von deren Absolventen eine große Zahl beim Film Karriere gemacht hat

An Bedeutung gewonnen haben auch die Schauspieler, die zum Ensemble des 1900 von Reinhardt gegründeten Berliner Kabaretts Schall und Rauch gehörten (darunter Trude Hesterberg und Rosa Valetti)

1909 – Professorentitel, verliehen durch den Herzog von Coburg

1912 – Ritter der Ehrenlegion

1918 – Zum Ritterschlag vorgeschlagen; aufgrund des Endes der Habsburgermonarchie wurde keine weitere Entscheidung getroffen [107]

1930 – Dr

H

c

in Frankfurt und Kiel

1930 Komtur 2

Klasse des Dänischen Dannebro-Ordens

1933 – Dr

H

c

in Oxford

Benannt nach Max Reinhardt: Briefmarken

Österreich (1973)[108], die Deutsche Bundespost Berlin (1957), die Deutsche Post der DDR (1973) und die Deutsche Bundespost (1993) gaben Gedenkmarken heraus

Büsten

Plaketten

Gedenktafel am Haus Fontanestraße 8 in Berlin-Grunewald

Berliner Gedenktafel am Haus Fontanestraße 8 in Berlin-Grunewald

Gedenktafel am Magnushaus in Berlin-Mitte

Max Reinhardt, Friedrichstraße 107, Berlin-Mitte

Denkmal für die Gründerväter des Friedrichstadt-Palastes in Berlin-Mitte

Stolpersteine

Ausgewählte Briefe, Reden, Schriften und Szenen aus Regiebüchern

Herausgegeben von Franz Hadamowsky

Hollinek, Wien 1963.

Herausgegeben von Franz Hadamowsky

Hollinek, Wien 1963

Ich bin ein Theatermensch

Briefe, Reden, Aufsätze, Interviews, Gespräche

Herausgegeben von Hugo Fetting

Henschel, Berlin 1989

Hrsg

von Hugo Fetting

Henschel, Berlin 1989

Leben fürs Theater

Schriften und persönliche Zeugnisse

Herausgegeben von Hugo Fetting

Argon, Berlin 1991.

Herausgegeben von Hugo Fetting

Argon, Berlin 1991

Regie: Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“

Band I: Faksimile

Herausgegeben vom Salzburger Festspielfonds

Band II: Edition & Kommentare

Herausgegeben von Harald Gschwandtner, Evelyn Annuß, Edda Fuhrich und Norbert Christian Wolf für den Salzburger Festspielfonds

Hollitzer Verlag, Wien 2020 ISBN 978-3-99012-622-6.

Max Reinhardt

Max Reinhardts Zeitpläne, 1905–1930

Laut dem berühmten Interview vom 23

April 1981 mit dem Stern (vgl

Das Original

Warum der Stern sein berühmtes Interview mit Romy Schneider veröffentlichen sollte) trug Romy Schneider „selbst immer eine Notiz von Max Reinhardt mit einem Zitat aus seiner Rede bei sich Schauspieler: „Steck deine Kindheit in deine Tasche und lauf weg, denn das ist alles, was du hast.“[109] Dies war ein ungenaues Zitat aus Reinhardts Ansprache an die Schauspieler von 1928: „Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters

[110]

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